Titel Programmheft Schiffbauergasse 07_08_2018_lq
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Koksseparator


Während der Sanierung: Entkernung

In dem 1953-55 nach Plänen von Karl Gottfried Pust in neo-klassizistischen Formen erbauten Koksseparator wurde der aus den Heißdestillations-Öfen des Gaswerks kommende, oft noch glühende Koks abgelöscht, mit einem Schrägaufzug hochtransportiert und durch eine Brech- und Schüttelsiebanlage nach Größe und Qualität sortiert oder eben "separiert". Wo heute die drei Durchgänge zum neuen Theater sind, konnten die verschiedenen Koksgrößen -"Brech 1, Brech 2, Brech 3" aus den Silos in Lastwagen oder zum Transport mit dem Lastkahn abgefüllt werden. Zu weiteren Nebenprodukten der Gaserzeugung gehörten Rohteer, Naphthalin, Ammoniak, Salmiakgeist und Benzol, die ihre Verwendung in der Industrie fanden.

Durchgängig über 134 Jahre, bis zum 1. Juli 1990, produzierte das Werk als eine der ersten industriellen Einrichtungen in Potsdam - und verseuchte dabei Boden und Grundwasser mit Schadstoffen. Mitte 2001 begannen der Abriss des Gaswerks und die Sanierungsarbeiten am Boden, im Grundwasser und den Sedimenten des Tiefeb Sees. Das markanteste Bauwerk, eben der Koksseparator, konnte als verklinkerte Stahlbetonkonstruktionen mit insgesamt 35 Meter Höhe bei Erhaltung der Fassade 2002 entkernt und komplett umgebaut werden – er dient heute als Bürogebäude des Softwareunternehmens OracleDirect.

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