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Medea

, T-Werk
FestivalVisuelles Theater nach Motiven von Hans Henny Jahnn

Nicht das antike Korinth, sondern Amerika in den Fünfzigern – Medea ist hier weder eine Fremde noch kaltblütige Rächerin, sondern Teil einer „normalen“ Familie. Doch das Familienidyll ist umkämpftes Terrain für Liebe, Macht und soziale Stellung. Strahlende Perfektion, eine inzestuöse Geschwisterbeziehung, ein Ehebruch, die unaufhaltsame Abwärtsspirale an deren Ende der Kindsmord steht. Zwischen Schauspiel, Choreografie und Performance und wie unter einem Mikroskop extrahiert diese Medea-Variante die Beziehungs- und Gewaltstrukturen sowie die Vereinnahmungs- und Unterdrückungsmechanismen des 20. Jahrhunderts, das eigentlich angetreten war, das Ende der Barbarei einzuläuten.

Hallimasch Komplex ist ein Theaterkollektiv, das Gesamtkunstwerke an der Schnittstelle zwischen Schauspiel, Choreographie, Installation und rhythmischer Komposition schafft. Die Grenzen des klassischen Schauspiel- und Sprechtheaters werden dabei aufgelöst. Das Stammteam des Ensembles besteht aus elf Personen, die in den Bereichen Schauspiel, Figuren- und Objekttheater, Regie, Bühne, Kostüm, Sounddesign und Dramaturgie tätig sind. In hermetischen Bühnenwelten werden die Regeln, die wir in der Wirklichkeit als gesetzt annehmen, radikal umgestellt, sodass deren Fremdheit und Eigenartigkeit wieder klar spürbar ist.

Programm T-Werk

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