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Bouillir le vide, un récital

, fabrik Potsdam
Tanz

„Die Zuspätkommenden werden nie den Anfang verpassen!“Martine Pisani

Am 9. Juni 1840 spielte Franz Liszt in London auf einem Pianoforte Stücke von Beethoven und Schubert. Die Veranstaltung wurde als "Rezital" bezeichnet. Der Kritiker Vladimir Stassov schrieb: „Viele verloren den Verstand. Jeder wollte ihn verlieren.“ Mit der Erfindung des Rezitals hat Liszt die Show erfunden. 180 Jahre später nimmt Martine Pisani in Bouillir le vide die Form des Rezitals wieder auf und kreiert für Christophe Ives, mit dem sie eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, ein Stück in der einfachsten Besetzung: dem Solo. Mit diesem Rezital hat sie sich entschieden, neu anzufangen – oder besser gesagt: nur mit Anfängen zu arbeiten. Löschen, neu anfangen, löschen und so weiter. Diese Anfänge von unterschiedlicher Art lassen Freiräume für Aufmerksamkeit und Fantasie offen. Wie bei einem Rezital spielen dabei der Raumklang des Saals und die vom Solisten erzeugten Töne eine besondere Rolle. Ein Klang, der mehrere Quellen hat: Körper, Stimme, Instrument(e), Objekte... Ein minimalistisches Stück über das Wesentliche mit dem unverkennbaren Humor und der Poesie einer der wegweisenden Choreografinnen Frankreichs.

Programm fabrik Potsdam

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