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Étape Danse: Offenes Studio

, fabrik Potsdam
TanzWorks in progress

Étape Danse ist ein trilaterales, internationales Residenzprogramm, das jedes Jahr drei ausgewählte, neue Tanz-Produktionen aus Frankreich, Deutschland und Italien unterstützt. Das vom Bureau du Théâtre et de la Danse/ Institut français Deutschland initiierte Programm entstand in Zusammenarbeit mit der fabrik Potsdam, La Maison centre de développement chorégraphique national Uzès Gard Occitanie, Théâtre de Nîmes und seit Januar 2019 INTERPLAY, das internationale Festival für zeitgenössischen Tanz in Turin, in Zusammenarbeit mit der Fondazione Piemonte dal Vivo – PDV (Circuito Regionale Multidisciplinare del Piemonte) – Lavanderia a Vapore.



7 spellsHermann Heisig (Berlin)

Dieses Jahr entwickelt Hermann Heisig 7spells (AT) weiter und präsentiert seine Arbeit mit drei Performer*innen. Mit dem Werk knüpft er an die, in seiner letzten Soloarbeit singing machine (2019) entwickelte, Praxis simultaner, teils absurder Verbindung von Stimme und Bewegung an. Dabei spielt er einerseits mit der Ambivalenz des gemeinsamen Singens und Tanzens als Ausdruck von Harmonie und Gleichklang, andererseits mit dem Konterkarieren und der Entzerrung dessen. Die Frage, wie wir uns innerhalb unserer Welt verorten, auf welche Weise wir nicht nur mit unseren Mitmenschen, sondern auch mit uns selbst sowie unserer Umwelt in Kontakt treten, ist innerhalb seines Schaffens zentral.

Hermann Heisig lebt und arbeitet als Choreograf und Performer in Berlin. Als Tänzer arbeitete er u.a. für Martine Pisani, Meg Stuart/Damaged Goods, Pieter Ampe, Thomas Lehmen, Begum Erciyas und Corinna Harfouch. Aus den autodidaktischen Anfängen seines choreografischen Interesses Ende der 90er-Jahre in Leipzig, entwickelt Hermann Heisig ein eigenwilliges Bewegungsvokabular, das sich Effizienz widersetzt und aus Elementen des Kontrollverlustes sowie freiwilliger und unfreiwilliger Komik Funken schlägt.



Creation 2022Anna Massoni (Paris)

In der neuen Soloarbeit bezieht sich Anna Massoni auf ihr vorheriges Werk Notte, welches sie weiterentwickeln und aus einer anderen Perspektive erkunden will. Ein Solo stellt eine besondere Herausforderung dar, weil es dazu tendiert, Einsamkeit zu bejahen. Hier jedoch ist eine Umkehrung beabsichtig: Mit welchem "Anderen" soll man sich beschäftigen, wenn man allein ist? Wie können wir Fiktionen schaffen, die es uns erlauben, Handlungen zu dezentralisieren und Beziehungen zu erwecken, die auf der Intimität der Präsenz basieren? Eine Aktivität der Dezentrierung und eine Suche nach dem Dialog, von den Falten der Haut bis zum Raum des Ortes.

Anna Massoni wurde im zeitgenössischen Tanz am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse von Lyon (CNSMD) ausgebildet. Sie war Empfängerin des danceWEB-Stipendiums 2007. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Performerin und Choreografin. Derzeit arbeitet sie mit Noé Soulier, Vincent Weber, Simone Truong und Cindy Van Acker zusammen. Ihr erstes Solostück Notte entwickelte sie 2019. Parallel dazu absolvierte Anna Massoni ein Philosophiestudium und ist Mitbegründerin von Lieues, einem Raum für künstlerische und pädagogische Projekte in Lyon.



RIGHT – The right of springCarlo Massari (Bologna)

Der gewöhnliche Alltag verwandelt sich zu einer Arena, in der sieben Performer*innen um die Vorherrschaft kämpfen. Der Überlebensinstinkt wird geweckt. Körper gegen Körper rutschen sie wie in einem Schlachthaus auf dem eigenen Blut aus – jeder ist Henker, Opfer und Zeuge zugleich. Wer ist bereit für die Opferung? Die Frage des Rechts und Unrechts, der Verantwortung und der Opfer in einer Gesellschaft werden in Carlo Massaris neuem Werk The right of spring thematisiert. Zum 50. Todestages des Komponisten I. F. Strawinski entwickelt der Choreograf und künstlerischer Leiter der C&C Company eine neue Fassung von Le sacre du Printemps. Nach Beast without Beauty und Les Misérables ist das der Abschluss eines dreijährigen Projektes Massaris zur menschlichen Grausamkeit.

Carlo Massari ist ein italienischer Choreograf und Performer. Er begann seine Karriere bei der Company O.T.E. und trat in ganz Europa auf, insbesondere mit Compagnia Teatro dell’Argine, an der Biennale di Venezia, im Teatro Comunale di Bologna, mit Compagnia della Rancia, Compagnia Abbondanza/Bertoni, Balletto Civile und PetriDish. 2011 gründete er mit der Künstlerin Chiara Taviani seine eigene Company C&C. Von Anfang an wurden Bewegungssprache und Körpertheater mit anderen künstlerischen Medien vereint. Als Choreograf ist er weiterhin international tätig und arbeitet oft mit anderen Gruppen zusammen.

Programm fabrik Potsdam

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