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Figurentheater Wilde & Vogel "Die Blumen des Bösen"

, T-Werk
Theater20 aus 100 Gedichten von Charles Baudelaire

Die Welt bei Baudelaire ist, ganz im Sinne des aufkommenden Realismus der Großstadt, überwiegend hässlich und morbide. Der Mensch erscheint hin- und hergerissen zwischen den Mächten des Hellen und Guten und denen des Dunklen oder sogar Satanischen. Diese Verschmelzung des scheinbar Unvereinbaren in Baudelaires 1857 erschienenen Gedichtbands war der Ausgangspunkt für die moderne europäische Lyrik – Themen des Abgründigen und des Ennuis sprachlich verdichtet in der klassischen Form der romantischen Liebeslyrik. Diese radikale Subjektivität, seine unablässige Suche nach dem Augenblick sowie die Vermutung des Schönen, gerade da wo es keiner ahnt, öffnen den Raum für eine Figurentheaterinszenierung, bei der die Synästhesie in Baudelaires Gedichten ihren Ausdruck findet in einem geheimnisvollen Zusammenspiel von Figur, Stimme und Musik. Dieser Verschränkung der Sinneswahrnehmungen folgt Wilde & Vogel, um für das Publikum die irisierende Schönheit des Abgründigen aufscheinen zu lassen. Dabei knüpft die Produktion an die erste gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Werk Baudelaires – SPLEEN (2006) – durch das Figurentheater Wilde & Vogel mit dem Regisseur Hendrik Mannes an.

Das Figurentheater Wilde & Vogel wurde 1997 von Michael Vogel und Charlotte Wilde gegründet. Mit ihren vielfach ausgezeichneten Inszenierungen u. a. in Kooperation mit Hendrik Mannes und Antonia Christl gehören Wilde & Vogel zu den europaweit erfolgreichsten Figurentheater-Ensembles. Gastspiele führten das Theater in über 30 verschiedene Länder in Europa, Amerika und Asien.

Programm T-Werk

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