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Matthias Schönijahn "Who’d have thought that snow falls"

, T-Werk
TheaterVideo-Chor-Sound-Installation

Wie Fenster hängen drei großformatige Projektionswände im leeren Raum. Darauf Bilder – Landschaften aus der Region Luhansk und ukrainische Frauen. Ihre Gesänge wechseln sich ab mit einem Chor, der live und dialogisch mit ihnen interagiert. Doch obwohl sie durch Zeit und Raum voneinander getrennt sind, entsteht der Eindruck einer starken Verbundenheit zwischen dem Hier und dem Dort. Diese Inszenierung fragt nach der Wirkung der Stimme. Wie werden in die Stimme eingeschriebene Traumata über Generationen hinweg weitergegeben? Die performative Installation ist nicht nur ein berührendes Klang- und Bilderlebnis, sondern lässt sich auch als eine Zeitkapsel für künftige Generationen verstehen.

Matthias Schönijahn arbeitet in den Bereichen bildende Kunst, Film, Musiktheater und Performance. Auf dem Deep Listening aufbauend schafft er atmosphärische Videos und Installationen, die dokumentarisches Material, Sound und Performance miteinander verbinden. Im Frühjahr 2021 reiste er mit einem deutsch-polnisch-ukrainischen Team in den Norden der ostukrainischen Region Luhansk, um sich dort mit Gesangskollektiven zu treffen. Die entstandenen Video-, Gesangs- und Field-Recordings bilden die Grundlage für „Who’d have thought that snow falls“. Als Bindeglied zwischen der audio-visuellen Installation und dem Raum agiert unter der Leitung von Paulina Miu Kühling ein Berliner Chor aus Amateursängerinnen. Dessen Live-Gesänge verbinden sich wiederum mit den Videos durch die Ambient-Kompositionen der in Berlin lebenden Klangkünstlerin Martyna Poznańska.

Programm T-Werk

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