Ihr Browser wird von dieser Website nicht unterstützt.
Bitte nutzen Sie einen zeitgemäßen Browser.

WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?

, Hans Otto Theater
Theater(Who’s Afraid of Virginia Woolf?), von Edward Albee

In der Übersetzung von Alissa und Martin Walser

Der US-Amerikaner Edward Albee (1928-2016) begann in Berlin seinen Weg als Dramatiker, denn hier kam 1959 in der Schiller Theater Werkstatt erstmals ein Einakter aus seiner Feder auf die Bühne. Drei Jahre später schon lief „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ am Broadway und erlebte dort 664 Vorstellungen. Das war Albees erstes abendfüllendes Stück und blieb zeitlebens sein größter Erfolg. Mike Nichols‘ Verfilmung im Jahr 1966 mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen erntete fünf Oscars. Den ungewöhnlichen Stücktitel entdeckte Albee nach eigenen Aussagen in einer Kellerbar, wo er mit Seife an einen Spiegel gekritzelt war. Er spiele auf ein Kinderlied an und frage im übertragenen Sinne, wer Angst davor habe, sein Leben ohne falsche Illusionen zu leben.

In diesem Stück lernen sich zwei gegensätzliche Paare kennen, und ihre Beziehungen kommen auf den Prüfstand. Im Anschluss an eine Universitätsparty empfangen Martha, die Tochter des Rektors, und der Geschichtsdozent George bei sich zu Hause zu später Stunde den Biologen Nick und seine Frau, genannt „Süße“. Das jüngere Paar ist neu in der Stadt und an nützlichen Kontakten interessiert; das ältere eröffnet nach anfänglich lockerer Konversation, witzigen verbalen Spielen und bei jeder Menge hochprozentiger Drinks schon bald eine persönliche Kampfarena. Martha und George verwickeln ihre Gäste in subtile Auseinandersetzungen, in denen sie sich gegenseitig voller bösartiger Begierde, mit sehnsuchtsvollem Hass und ohne Rücksicht auf Verluste aus der Reserve locken. Meisterhaft jonglieren sie dabei mit bitteren Wahrheiten und erschreckenden Fiktionen. Niemand bleibt in dieser späten Nacht verschont, in der Martha und George ein spezielles Spiel, das seit über zwanzig Jahren ihre Ehe prägt, zu einem erlösenden Ende führen.

Programm Hans Otto Theater

‹ zurück zur Übersicht