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The beauty of a bloody mess

, fabrik Potsdam
TanzInterdisziplinäres Performanceprojekt

Nir de Volff (Choreografie) und Moran Sanderovich (bildende Kunst) laden ein, in einem multidisziplinären Rechercheprojekt unter die eigene Haut zu schauen. Beide Künstler:innen verflechten ihre Ansätze und öffnen einen dreiwöchigen kreativen Prozess an der Schnittstelle zwischen Performance und bildender Kunst. Wunden, Traumata, Emotionen und Organe bilden die Grundlage eines kreativen Prozesses, in dem das Verborgene ans Licht gebracht wird.

Inwieweit können physische Manipulationen und somatische Praxis Wege öffnen, um Schmerz in Kraft zu verwandeln? Wie können Körperverwandlungen und Körperarbeit sich zu Selbstermächtigung entwickeln? Wie können wir die Wahrnehmung von Schönheit erweitern?

Mit Moran Sanderovich werden eigene Kostüme, Prothesen und Körpermanipulationen gestaltet. Die bildende Künstlerin verwendet in ihrer Arbeit Silikon, Stoff, Industrieabfälle und Spielzeug, organische Objekte wie Knochen und Haare, Latex und andere Fundstücke. Nir de Volff teilt eine somatische Praxis, die Geist und Körper durch den Atem verbindet und individuelle Energie und Bewegung hervorbringt. Beide Ansätze verflechten sich in einen physisch-performativen Raum. Das Studio wird zu einem Laboratorium von Gegenständen, selbsthergestellten Kostümen und Bewegungen.

Das Projekt wendet sich an kreative und bewegungsinteressierte Menschen mit oder ohne Bewegungserfahrung.

Die Ergebnisse der Arbeit werden im Rahmen der Ausstellung FIGUR–––GRUND II im Kunstverein KunstHaus am 02. Oktober 2022 präsentiert.



Zu den Künstlern:

Nir de Volff (ISR/DE) ist Choreograf, Performer und künstlerischer Leiter der Berliner Kompanie TOTAL BRUTAL. de Volff kreiert national und international sozial-politische Tanzprojekte. Er unterrichtet eine Bewegungspraxis namens BBM - Breathing Bodies Movement, die den Körper dazu bringt, sich mit drei Elementen zu verbinden: Nervensystem, Atmungssystem und Geist. Im Sommer 2021 wurde sein Stück JOY (Trailer) für die Forward dance Company (Leipzig) uraufgeführt, in dem Tänzerinnen und Tänzer mit nicht-normativen und normativen Vorstellungen gleichermaßen tanzen. Zum Trailer von Joytotalbrutal.net

Moran Sanderovich (ISR/DE) ist eine multidisziplinäre Künstlerin. Ihre Arbeit erstreckt sich über verschiedene Medien wie Performance, Skulptur und Installation. Ihre Skulpturen sind entweder eigenständige Kunstwerke und Installationen, oder tragen Material als Prothetik und verwandeln ihren Körper. Sanderovichs Arbeiten suchen nach neuen Wegen, um die Wahrnehmung des menschlichen Körpers zu hinterfragen, und sind hochkomplex, wobei sie verschiedene Materialien mit viel Liebe zum Detail kombiniert. Mehr über Moran Sanderovichs Arbeit in der Doku vom 30.10.2021:moran.sanderovich.com

Yaniv Schonfeld (ISR) ist ein interdisziplinärer Künstler, der mit Ton und Bühne arbeitet. Er nutzt die Disziplin des Theaters, seine Philosophien und Theorien als Grundlage für die Schaffung narrativer und konzeptioneller musikalischer Aufführungen, die weder Konzerte noch Musiktheater im traditionellen Sinne sind. Yanivs Praxis konzentriert sich stark auf den Bau und die Verwendung von selbst konstruierten Instrumenten, die als Objekte behandelt werden, die auf einer Bühne betätigt werden können. Parallel dazu konzentriert sich Yanivs Praxis seit 2017 darauf, Gruppen über Kunst, Technologie, DIY, Performancekunst und die Beziehung zwischen Technologie, Kunst und physischer Aktion zu unterrichten. yanschon.weebly.com

Programm fabrik Potsdam

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