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VOM NEUEN. IM HIER UND JETZT

, Hans Otto Theater
TheaterMeisterchoreografien von Ihsan Rustem und Nils Christe

Versenkung durch Wiederholung – der Einklang des Selbst im Jetzt und mit der Zeit. Der Londoner Ihsan Rustem zeigt in „Yidam“ eine tänzerische Zähmung der Seele: Der tibetische Ausdruck beschreibt den spirituellen Zustand der engen Verbindung mit dem eigenen Geist. Die naive Erwartung einer sofortigen, Zen-artigen Ruhe in der Meditation wurde bei ihm durchkreuzt von Gedankenstürmen und Gefühlschaos. Er goss diese Erfahrung in die choreografische Suche nach dem Jetzt im grenzenlosen Raum. In „Le fil rouge“ („Der rote Faden“) webte er leichte, luftige Episoden zu Liedern von berühmten Sängerinnen verschiedenster Generationen und Kulturen zusammen: Verwurzelung durch Neuerfindung.

„Cantus“ von Nils Christe erlebte 2017 mit großem Erfolg seine Deutsche Erstaufführung in Cottbus, nachdem der international renommierte niederländische Choreograf zuvor schon mit Arbeiten wie „Sync“ und „Purcell Pieces“ geglänzt hatte. Im titelgebenden „Cantus in memoriam Benjamin Britten“ gedenkt Arvo Pärt seines verstorbenen Kollegen. Dieses und andere Werke des estnischen Komponisten im kontemplativen Tintinnabuli-Stil verkörpern die Tänzer*innen. Als Prisma bricht Christes Choreografie das „weiße Licht“ der Musik und macht alle darin liegenden Farben sichtbar.

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