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Friedmann/Schäfer-Kubelka/Teschemacher/Tillmann "Die Zofen"

, T-Werk
TheaterSchauspiel und Puppenspiel nach Jean Genet

Revolution und Machtmissbrauch im Wohnzimmer: Claire und Solange sind Dienstmädchen, Schwestern, Angestellte einer despotischen Herrin. Tagaus, tagein putzen sie das luxuriöse Apartment der allzu gnädigen Frau. Sie schrubben, wischen, bohnern, polieren und betudeln Mobiliar und Ego ihrer Herrin gleichermaßen. Doch wer ist in dieser scheinbar aussichtslosen Situation der gegenseitigen Abhängigkeiten und Kränkungen tatsächlich gefangen? Gibt es die gnädige Herrin auch ohne ihre Dienerinnen? Die Zofen erfüllen im Grunde alle Voraussetzungen zum Gelingen einer Demokratie. Sie sind in der Mehrheit gegen das totalitäre System in Gestalt der gnädigen Frau – die Puppe. Und dennoch können die ZuschauerInnen hier das glorreiche Scheitern verfolgen. Ein sadomasochistisches Spiel im Spiel im Spiel und eine virtuose Inszenierung über Abhängigkeiten, Macht und Führungsanspruch.

Der Grundstein für die Inszenierung „Die Zofen“ entstand in einem gemeinsamen Seminar der Studiengänge „Zeitgenössische Puppenspielkunst“ und „Regie“ an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Die vier Studierenden Naemi Friedmann, Almut Schäfer-Kubelka, Maximilian Teschemacher und Sven Tillmann arbeiteten und improvisierten gemeinsam mit dem Zofen-Stoff von Genet und entwickelten sukzessive eine hoffnungslos menschliche Inszenierung, die um die Machtfrage kreist, wer wen mit welchen Mittel vom Spiel ausgrenzt. Seit 2022 war die Produktion bereits national und international in verschiedenen Theatern und auf Festivals eingeladen und war sowohl für das Körber Studio Junge Regie 2023 in Hamburg als auch für den Fritz-Wortelmann-Preis 2023 in Bochum nominiert.

Programm T-Werk

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