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Ausstellung: Hella De Santarossa

, museum FLUXUS+
KunstHella De Santarossa TERRA QUENTE

Sonderausstellung im atrium bis 31.5.2026

Hella De Santarossas künstlerisches Schaffen ist Mitte der 1980er-Jahre durch ihre Aufenthalte in Brasilien und ihre Begegnungen mit der afrobrasilianischen Religion Macumba geprägt. 1984 reist sie mit Unterstützung der Schmidt-Rottluff-Stiftung durch Brasilien, hält Vorträge in Brasilia, Curitiba und Rio de Janeiro und nimmt an Symposien teil. In São Paulo performt sie „Al Salto di Azzurro“, und die Bilderserie „Siedender Samba“ entsteht. Bei einem weiteren Aufenthalt in Brasilien folgt der Bildzyklus „Heiße Erde“.

„Heiße Erde“ — auf Portugiesisch „Terra Quente“ — umfasst acht großformatige Werke, die mit expressionistischen Zügen das Wesen des afrobrasilianischen Götter- und Geisterglaubens Macumba einfangen. Diese Glaubensform, zu der Religionen wie Candomblé und Umbanda gehören, entstand aus dem religiösen Synkretismus der Kolonialzeit: Versklavte Afrikaner verbanden ihre Gottheiten, die Orixás, mit katholischen Heiligen und bewahrten so ihre spirituellen Traditionen trotz jahrhundertelanger Unterdrückung. In „Heiße Erde“ stehen rituell tanzenden Afrobrasilianer*innen ätherische Wesen gegenüber. Die Serie präsentierte die Künstlerin 1985 erstmals in Berlin im Künstlerhaus Bethanien, außerdem 1985 auf der 18. Bienal de São Paulo und 1986 im Karl-Ernst-Osthaus-Museum in Hagen.

Als Pionierin der „Jungen Wilden“ versteht sich Hella De Santarossa als „Cross-Artist“. In ihrem OEuvre verbindet sie Malerei, Glas, Performance und Film. Licht, Luft und Zeit sind zentrale Elemente ihres facettenreichen Werks. Arbeiten aus verschiedenen Werkgruppen ihres Schaffens sind dauerhaft im museum FLUXUS+ in den Räumen der zeitgenössischen Künstler*innen vertreten.

Ab dem 28. März 2026 wird die Präsentation durch eine Einzelausstellung im atrium bis Ende Mai um die „Heiße Erde“ erweitert. Der Eintritt ist frei.

Programm museum FLUXUS+

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